| Fotos: Astrid und Maik Oldenburg |
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| Hauptfruchtform: Erysiphe
graminis DC |
| Wirtspflanzen: alle Getreidearten,
die jeweils von wirtsspezifischen Spezialformen des Pilzes befallen
werden (Weizen: Erysiphe graminis DC. f.sp. tritici March.,
Gerste: Erysiphe graminis DC. f.sp. hordei March.,
Roggen: Erysiphe graminis DC. f.sp. secalis March.,
Hafer: Erysiphe graminis DC. f.sp. avenae March.). |
| Symptome: gut
sichtbare weiße Pusteln auf der Epidermis,
die besonders
bei warmer, trockener Witterung reichlich Sporen (Konidien) wie
Mehl ausstäuben. Befall im wesentlichen auf Blättern,
aber auch (vor allem bei Weizen) auf Blattscheiden, Halm und Ähren
( einschließlich der Grannen). Blätter vergilben, wobei
im Pustelbereich noch lange das Blattgrün inselartig erhaltern
bleibt. Die Pusteln bestehen aus oberflächlich gebildetem Myzel
mit Konidienketten. Zum Vegetationsende werden im Myzel anfangs
gelbe, später schwarze Fruchtkörper ( Kleistothecien mit
Ascosporen) gebildet. Bei Gerste
auch Überempfindlichkeitskrosen: kleine punktförmige oder
länglich braune Flecke (<5mm²), gelegentlich mit spinnwebartigem
Mehltaumyzel, sortentypische Resistenz.
Hafer später mit roten Blattverfärbungen. |
| Verwechslungsmöglichkeit: Gerste:
Befall mit Drechslera-Arten (Netzfleckenkrankheit, Braunfleckigkeit),
physiologische Störungen (Manganmangel bzw. -toxizität),
genetisch bedingte Flecke (längliche, dunkelbraune "Teerflecke",
>10 mm²) besonders in der Schoßphase nach kühler
Witterung mit bedecktem Himmel bei Witterungswechsel mit starker
Sonneneinstrahlung plötzlich erscheinend, oft sortentypisch.
Weizen: Ährenbefall mit Spelzenbräune. |
| Übertragung: Ausfallgetreide,
Wintergetreide, Konidien und Ascosporen windbürtig. |
| Befallsbegünstigende Bedingungen:
hohe Bestandesdichten, reichliche Stickstoffdüngung, Temperaturen
von 15-22°C, Trockenheit, benachbarte Winter- und Sommerformen
der gleichen Getreideart. |
| Diagnosehinweis: weiße, abwischbare Pusteln. |
| Bekämpfung: Fungizide. |
| Bemerkungen: Herbstbefall erhöht
die Anfälligkeit für Schneeschimmel und Typhula-Fäule. |
| (Quelle: Text: "Krankheiten und
Schädlinge des Getreides"; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2.
Aufl.1995) |
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